Letzte Neuigkeiten

11. Apr, 2017

11.4.: Nun ist es soweit: In Augusta auf dem Parkplatz der Stadthalle parkiert und übernachtet. Nun auf dem einzigen offenen Campground in der Gegend: in Hanover. Da ist es noch tiefster Winter und Schnee "vor der Hütte". Alle Leute die wir antreffen haben riesige Freude an unserem GMC. Jede kleinste Steigung ist für den GMC eine grosse Herausforderung. Die vorderen Pneus haben wir bereits nach hinten gewechselt, da vorne ein unschönes Profil auf den Gummis entstanden ist und die Fahrt ungemütlich wurde. Zum Teil ziemlich kriminell, wenn die 70-Tonner mit 110 km/h am GMC vorbeibrausen, und wir dann mit unseren 60 km/h dahintuckeln. Heute, da ziemlich Regen, bleiben wir auf dem Campinglpatz von Hanover. Der Boden ist ziemlich tief, das heisst, wahrscheinlich morgen, wenn wir wegfahren möchten, brauchen wir den Vorderradantrieb. Ich hoffe zwar, dass es ohne geht. Das Internet hier ist nicht vom feinsten. Der Chef hat gesagt, dass der Router defekt sei (das haben wir schon bei anderer Gelegenheit gehört). Da könnten wir noch ein paar ZyXel-Router installieren - gell Björn! Bei LL Bean in Freeport, den allergrössten Outdooranbieter auf dieser Welt, besucht. Ueberwältigend, dieses Angebot. Und als der Angestellte gesehen hat, dass an meinem Schuh der Schnürsenkel defekt ist, hat er mir gleich ein neues Paar (je 180 cam) geschenkt! Das ist Service.

1. Apr, 2017

Mit der Hafenfähre (für 3 Dollar) nach Dartmouth und zurück gefahren. Ziemlich Wind, entsprechend das Wasser unruhig.

24. Mrz, 2017

Samstag, 1.4.: Es ist zum verrückt werden. Die Tante von der Spedition hat uns gesagt, dass unser Schiff erst am Freitag ankomme. Zufälligerweise haben wir dann mitbekommen, dass der Frachter bereits am Donnerstag Abend angekommen ist. Das hat unsere Hoffnung genährt, dass wir evtl. den GMC bereits vor dem Wochenende erhalten könnten. An Freitagabend hat uns der Hafer gestochen und wir sind nochmals zum Pier gefahren (sind mit unserm Mitwagen nur 15 Minuten). Zuerst sind wir sehr erschrocken, denn die Atlantic Cartier war nicht mehr da. Dafür konnten wir unseren GMC entdecken. Zwischen Containern und anderen Wohnmobilen eingepfercht haben wir von weitem ein paar Fotos gemacht. Also es wird nun definitiv Dienstag, bis wir unseren GMC im Hafen auslösen können. Nun sind wir volle 5 Tage in Verzug. Gemäss Seabridge hätten wir den GMC am 30.3. abholen können, da aber ein Blizzard vor Neufundland wütete hatte der Frachter massiv Verspätung. Heute zum Kejimkujik National Park Seaside ca. 20 km nach Brooklyn/Liverpool (das heisst hier wirklich so, es gibt auch ein Le Havre hier) gefahren. Hin und zurück ca. 300 km. Wunderschöne Wanderwege. Da haben wir ein pensioniertes Paar mit TG-Nummern mit einem Mercedes-Sprinter getroffen. Die haben vor, 3 Jahre durch Kanada bis nach Alaska zu fahren.

Mittwoch, 29.3.: Letzte Nacht haben wir einen Deutschen aus Wuppertal kennengelernt. Der kam von Montreal mit dem PW nach Halifax. Der berichtete, dass der Schnee hier in Halifax rein gar nichts sei, gegen die Schneemenge westlich von Helifax. Das ist genau da wo wir hinwollen. Und er berichtete weiter, dass die Trucks auch bei Schnee und Eis mit über 100 Sachen überholen, obwohl die PW's nur mit 60 bis 70 km/h unterwegs sind. Er sagte: Horror. Jetzt habe ich sicherlich wieder eine ganz schlechte Nacht! Für mich ein richtiger Albtraum!

Dienstag, 28.3.: Gestern sind wir nach Digby gefahren (hin und zurück über 500 km) um zu rekognoszieren, wie die Fähre nach St. John aussieht und ob wir da mit unserem Truck rauffahren können. Alles OK. Aber gut, dass wir das gemacht haben, denn ab 1.4. haben die einen neuen Sommerfahrplan. Und auf Sonntag die Fähre für uns reseviert. Abfahrt in Digby 11.00 Uhr. Dadurch sparen wir einen Landumweg von 600 km. Gestern Abend hat es heftig angefangen zu schneien. Heute Morgen alles mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen. Es soll gemäss Wetterbericht bis Mittwoch schneien. Ab Donnerstag soll es dann schöneres Wetter geben. Wäre gut, wenn es so eintrifft, für die Reise. Die salzen hier auf der Strasse als gäbe es morgen kein Salz mehr! Und gestern Abend an der Hotelbar haben wir einen Typen kennengelernt, der hat uns etwas Angst gemacht, weil er sagte, seit Mister Trump an der Macht sei, würden alle etwas spezielle Trucks und Fahrzeuge an der Grenze von Kanada zu den USA komplett auseinandergenommen. Das beschäftigt mich nun sehr. Mal schauen, was auf uns zukommt... Auf dem Foto einen kleinen Eindruck wie es hier aussieht: Schnee und -2°.

... und da wir weder von der Reederei noch vom Spediteur etwas von unserem Frachter gehört haben, sind wir heute (zum grossen Glück haben wir ein günstiges Auto ohne Kilometerbeschränkung) zum Hafen gefahren. Susi hat sich dann durchgefragt, währenddem ich im Auto gewartet habe. Sie hat dann durch nette Hafenmanager herausgefunden, dass die "Atlantic Cartier" nicht wie angekündigt am Mittwoch um 6 Uhr am Morgen ankommt, sondern mit ca. 31 Stunden Verspätung. Das heisst, voraussichtlich erst am Donnerstag, 13 Uhr. Wenn wir Glück haben, können wir demzufolge am Donnerstagnachmittag die Speditions- und Zollabfertigungen machen und wenn das Glück auf unserer Seite ist, am Freitagmorgen den GMC auslösen. Am Freitagnachmittag wird nicht gearbeitet! Und wenn etwas schief läuft, wird es nächste Woche.

Nach mehrmaligem "alles Auspacken" hat man uns in Halifax beim Zoll durchgelassen. Der Flug war ruhig. Mit dem Taxi zum Hotel gefahren. Distanz: ca. 40 km. Im Hotel angekommen, haben wir uns mit dem von meinem Schwager Hitsch ausgestellten Anmeldeblatt ausgewiesen. Dann der erste Schreck: Unser Hotelzimmer wurde im Dezember wieder ausgebucht. Warum weiss der Teufel. Also haben wir interveniert und die Concierge gebeten uns - wenn er Platz hat - wieder einzuchecken. Sie hat noch mehr gemacht: weil wir jetzt Umtriebe gehabt haben, hat sie uns kostenlos Upgradet, das heisst, wir haben nun eine tolle Suite mit 3 TV's (einer im WC), mit Aufenthaltsraum und Kaffeeküche. Nun sehr müde. Etwas essen im Hoteleigenen Restaurant (wir haben zur Begrüssung noch einen Ermässigungsgutschein erhalten). Dann bald ab in die Heya.

19. Mrz, 2017

Donnerstag, 23.3., 09.30 Uhr: Frühstück gegessen. gestern im Theater auf der Reeperbahn. Das berühmte Stück, das schon seit 2003 gespielt wird: "Heisse Ecke". War toll und viel gelacht. Nun recherchiert, wo "unser" Frachter zur Zeit ist. Er fährt nun südlich von Irland aus offene Meer. Voraussichtlich soll er am 28.3. in Halifax ankommen. Wir fliegen morgen, Freitag nach Kanada.

Dienstag, 21.3., 19.00 Uhr: Die Altantic Cartier (in dem unser GMC zur Zeit festgezurrt ist), hat heute Abend in Liverpool abgelegt und ist nun in Richtung Halifax unterwegs. Wir sind nun nur noch bis Freitag früh in Hamburg. Abflug in Hamburg ist 07.30 Uhr. Das heisst, wir checken im Hotel um 05.30 Uhr aus!

Montag, 20.3.: Heute Morgen nachgeschaut, wo "unser" Schiff, die Atlantic Cartier steckt. Sie ist gestern Abend in Liverpool eingelaufen und wird voraussichtlich heute den ganzen Tag in Liverpool verbleiben.

Sonntag in Hamburg. Was macht man da? Richtig! Um 06.00 Uhr auf den Fischmarkt. Aber wenn man in der Nacht bis 04.30 Uhr in einer tollen Bar "hängen" geblieben ist? Wir waren bei Loris, in der Museums Bar, in der Bernhard-Nocht-Strasse. Da waren wir mit ein paar Engländern zusammen. Da haben wir unser Englisch etwas vorbereiten können 🙂 für dann in Kanada. Todmüde um etwa 5 Uhr ins Bett gefallen um dann um 8 Uhr bereits wieder unter die Dusche zu stehen, um zügig zum Fischmarkt zu gelangen. Leider hat es nur gepisst was der Himmel hergegeben hat. Der Fischmarkt ist aus meiner Sicht etwas ruhiger geworden. Die richtigen Marktschreier konnte man an wenigen Fingern abzählen. 

Nun nochmals zu gestern: Am Nachmittag sind wir mit Steffen auf einer rund 4-stündigen Stadtrundfahrt mit dem Velo gewesen. Es war unerhört kurzweilig, ebenso sind wir tollen Leuten begegnet. 4 Girls die zusammen Abitur gemacht haben und sich wieder mal anlässlich eines Hamburg-Bummels getroffen haben. Steffen hat uns das Portugiesenviertel, den Hafen, die Reeperbahn und auch das Carolinenviertel etwas näher und mit intelligenten und kurzweiligen Kommentaren etliche Hintergrundinformationen gegeben.

Am Abend, um 19.00 haben wir dann mit Bernd einen Termin gehabt. Wir buchten "Nightwalk, die schwarzen Diamanten von St. Pauli". Bernd, ein richtiger Reiseprofi, der früher mit dem Bus in ganz Europa, aber auch in den USA mit Reisegruppen unterwegs war, kennt den "Kiez" - so nennt man liebevoll die sündigste Meile der Welt - wie seinen eigenen Hosensack. Mit Bernd haben wir eine spannend inszenierte Zeitreise mit unerwarteten Highligts erlebt. So wie er den Rundgang ausgeschrieben hat, war es auch: Ein Milieurundgang führt durch und hinter die Kulissen des Kiez: Er führt vom Hafen über Plätze, Etablissements und ist liebevoll gespickt mit historischen Geschichten, zum Teil solche, die Bernd selbst und am eigenen Leib erlebt hat. Ein wenig frivol, leicht erotisch, aber verdaulich und spannend-unterhaltsam. Vorbei an Spelunken, Theatern von Weltruf, Musikklubs und ziemlich viel Untergrund- und Hintergrundwissen.

Da Bernd noch ein Ehepaar eingeladen hat, ein total sympathisches Duo, die Ulrike und der Jürgen, war der Abend schneller als im Nu vorüber. Bernd musste uns dann gegen Mitternacht verlassen und wir vier sind noch längere Zeit in diesem tollen Lokal hängen geblieben, bei einigen Bieren und "Jägermeistern". Die beiden haben uns grosszügig eingeladen und hatten genausoviel Freude an uns, wie wir an Ihnen. Um ca. 2 Uhr haben sich die beiden von uns verabschiedet und wir sind dann auf dem Nachhauseweg in der Museums Bar vorbeigekommen, die uns Bernd mehrere Stunden vorher bereits bekannt gemacht hat. Mit Loris, der Barinhaberin, die erstaunlicherweise um diese Zeit ganz alleine in ihrem "Laden" sass (was sehr selten vorkommen soll, so Loris), haben wir dann die Nacht "ausklingen" lassen.

 

15. Mrz, 2017

Nun bin ich wirklich in Hamburg angekommen. Gestern Abend Reeperbahn (nur Bierkneipe zum Silbernen Sack) und eine Currywurst. Heute im Ueberseehafen gewesen, aber das Schiff meiner Begierde, die "Atlantic Cartier Voyage 7219" welche den GMC im Bauch hat, nur von sehr weitem gesehen. Dann heute Nachmittag erfahren, dass die Atlantic XXX um 17.00 Uhr auslaufen werde. Also nichts wie nach Wedel zum "Schulauer Fährhaus" - das früher mal "Cafe zur weiten Fahrt" geheissen hat. Da wird jedes grössere Schiff mit Landesflagge und Hymne empfangen bzw. verabschiedet. Ich dachte, ich könnte Fotos davon machen, wenn er vorbeikommt. Aber ausser Spesen nichts gewesen. Er hatte Verspätung, sodass ich mich dann wieder zurück auf den Weg Richtung Hamburg-Hotel gemacht habe. Das Foto vom Schiff habe ich aus dem Internet "geklaut", damit man sich eine Vorstellung dieses Riesenpotts machen kann: 290 Meter lang und 32 Meter breit mit 12 Metern Tiefgang.