um die Zeit "tot zu schlagen" wandern wir um den Hafen

fahren bei heftigen Wellen mit der Hafenfähre

der GMC steht seit Freitag Nachmittag am Hafenquai ...

wir fahren zum Kejimkujik National Park Seaside

wunderschön, aber (noch) ziemlich kalt und windig

im Hintergrund die Atlantic Cartier. Man sieht das ACL.

Beginn in Halifax

unser schönes Hotelzimmer

Freitag, 31.3.: Unser Kahn ist endlich heute Nacht in Halifax eingetroffen! Nach drei Tagen Verspätung. Und nun, heute Morgen haben wir Debby von der Spedition angerufen, ob sie die Papiere bereitstellen kann. "No chance", ihre Antwort. Frühestens am Montag. Und wenn wir Glück haben, können wir auch am Montag die Zollabfertigung machen. Dann ist aber bereits 11.30 Uhr durch. Man kann nur bis 11.30 Uhr das Fahrzeug auslösen. Das heisst, es wird Dienstag, bis wir unseren GMC abholen können. Was für ein Dilemma! Nun müssen wir im Hotel sitzen und uns die Zeit um die Ohren schlagen. Das kostet Geld und Zeit, die wir andersweitig mit dem GMC besser nutzen könnten. In dem Fall gehen wir mal heute ins Maritime Museum. Kostet als Rentner (!!) nur 4.40 Dollar. Temperatur heute morgen: -2°, gefühlt -10°. Da habt ihr es in der Schweiz etwas besser!

Mittwoch, 29.3.: Wir mussten unseren Toyota aus dem Eis befreien. Alles wie mit einer Zuckerschicht überzogen. Ohne Spachtel kein wegkommen. Dann zum Spediteur gefahren um zu erfragen, wo das Schiff steckt, weil im Internet ist nichts mehr erwähnt von unserem Kahn. Debbie, von der Spedition hat uns dann aufgeklärt. Der Frachter ist noch weit draussen und das vorhergesagte Datum der Ankunft (schon zweimal verschoben) vom Donnerstag 13 Uhr ist nun neu auf Freitag, 06 Uhr verschoben worden. Also ein Auslösen des GMC noch diese Woche können wir uns abschminken. Langsam wird es wirklich mühsam. Der Frachter sei zur Zeit mit lediglich 2 Knoten unterwegs, weil offenbar ein heftiger Sturm vor der Küste Neufundlands herrscht. Nun haben wir umdisponiert: Montag Papiere/Zoll machen und am Dienstag dann den GMC abholen. Schaut mal die Fotos unten an, von heute! Schnee im Ueberfluss.

Sonntag, 26.3.: Ganzer Tag mit dem Auto unterwegs in der Stadt und in der Agglomeration. Wir haben die Adressen vom Zoll, Spediteur und von der Abholadresse des Autos ausfindig gemacht. Ohne Auto wäre es fast unmöglich gewesen, die zu bewerkstelligen. Obwohl Sonntag, und wenig Verkehr, hatten wir über zwei Stunden reine Fahrzeit. Und zum Thema Schnee: Nichts mehr, ausser 2,5 Meter (siehe Fotos). Dann am Hafen wo der Frachter ankommt voraussichtlich am frühen Morgen des Mittwochs. Das heisst, wir können voraussichtlich am Freitag den GMC auslösen.

Nun sind wir endlich im "neuen Kontinent" Kanada angekommen. Nach einigen Zollhürden (Susi und ich hatten jeweils einen Originalschlüssel des GMC im Handgepäck) wurden wir beide separat ausgefragt, was dieser "Knochen" soll. Man könnte dies auch als Schlagwerkzeug und im weitesten Sinn für terroristische Zwecke gebrauchen, war der oberste Security-Manager am Airport in London der Meinung. Aber nach etlichen Gesprächen durften wir beide unsere "GMC-Knochen" behalten.

Die angekündigten 4 Fuss Schnee (also 120 cm) sind zum Glück nirgens anzutreffen, höchstens auf den Schneehaufen von den Schneeräumungsmaschinen. Die Wetteraussichten hier sind sehr gut. Trockene 10 Tage mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt sind angersagt. Hoffentlich trifft dies auch zu. In Halifax im Hotel angekommen, kam an der Anmeldung die Hiobsbotschaft, dass das Hotelzimmer im Dezember zwar gebucht, aber bereits am gleichen Tag wieder annulliert wurde. Zum Glück ist das Hotel nicht total ausgebucht. Und so kam es, dass uns das Fräulein an der Reception "für die Umstände" - die wir zwar nicht gehabt haben - ein Upgrade auf eine supertolle Suite machte, zum gleichen Preis. Das Zimmer hat eine Lobby, eine Küche, ein riesiges Bad und 3 TV! 

Heute, 25.3.: Wir haben gestern Abend im Internet ein Mietauto gesucht und gefunden, in unserer Strasse, etwa 500 Meter von unserem Hotel entfernt. Einen Toyota Yaris für 150 Dollar pauschal für 7 Tage. So kleine Autos (Toyota Yaris) sieht man hier in Halifax sehr selten. Im Autovermietbüro sagte man uns dann, dass sie keine Yaris hier haben, aber wir zum gleichen Preis einen Toyota Camry (grosser Mittelklassewagen, 2 Liter-Motor mit Automat und allen erdenklichen Optionen drin) bekämen. Sie wollte uns dann noch verklickern, dass wenn wir Winterreifen wollten, es noch zusätzlich 14 Dollar pro Tag kosten würde. Nein, unsere Antwort. Dann ist herausgekommmen, dass wir auf dem Wagen kostenlos die Winterreifen bekommen (bei diesen Verhältnissen fahren hier ja sowieso alle mit Winterreifen herum, so habe ich gepockert. Ich dachte schon, dass sie die Reifen nicht wechseln würde...).

Fazit von gestern und heute: Es waren die Tage der kostenlosen Upgrades! Und sie haben sich gelohnt. Der Toyota fährt sich wunderbar. Ohne Kilometerbeschränkung. Heute waren wir bereits 200 km unterwegs damit. In Peggys Cove (bekannt vom Swissair-Flugabstrutz SR 111 vom September 1998) sind wir an der wunderbar gemachten Gedenkstätte für die 229 umgekommenen Passagiere gewesen. Schau dir auch die entsprechenden Fotos an! Morgen ist geplant, mit dem Toyota die verschiedenen Adressen zu rekognoszieren (Spediteur, Zollbehörde und Abholadresse für den GMC). Da morgen Sonntag ist, hoffen wir auf wenig Verkehr. Im Moment, da ich diese Zeilen schreibe ist es bei uns 20.30 Uhr. Bei euch in der Schweiz sind jeweils 4 Stunden mehr zu zählen, also bei euch ist bereits Sonntag, 00.30 Uhr.

Schnee- und Eis bedeckte Fahrbahn

Hochwinter, während bei euch in der Schweiz fast Sommer

wir mit 90 km/h und die Trucks mit 110 km/h überholen!!

Platsch! Da siehst du nichts mehr!

unser treuer Begleiter muss viel mitmachen...

am Hafen, wo Atlantic Cartier "gelöscht" wird

im Niemandsland am Hafen

kein Mensch, nicht einmal eine Möwe ist hier

Unser Luxusfahrzeug

Schnee zusammen zu einem Berg von 2,5 Metern Parkplatz

unser Topyota

Swissair SR 111 zum Gedenken

Granit mit Inschrift

zweiter Stein aus Granit

da draussen muss es passiert sein.

Suite

Badezimmer

Badezimmer

Küche

Sicht zur Lobby