Dankeschön an alle Besucher dieser Webseite!

Ja, liebe Besucher, Freunde und Bekannte.

Ich bin ja überwältigt von der Anzahl Besucher bis jetzt. 

Auf dem Foto rechts sieht man den nicht ganz kleinen GMC neben einem Nigelnagelneuen Peterbilt im Hafen von Saint John, New Brunswick, Kanada. 600 PS gegen 100 PS und sehr viel imposanter von den Ausmassen her...

22'900 Besucher. Geht mir echt unter die Haut. Es waren sehr viele Leute da, die sich im Laufe meiner Verkaufszeit mit mir in Verbindung gesetzt haben, den Wagen angeschaut haben, ihn auch gefahren haben...

Nun muss man wissen, dass man für ein solch hystorisches Teil eigentlich drei Kriterien erfüllen sollte:

- Man sollte damit hinter dem Lenkrad zurecht kommen (wenn man damit fahren darf, den Rest kann man auch erlernen) Es ist kein Automat, sonder alles ist mechanisch mit Untersetzung, mit zuschaltbarer 6 x 6 Vorderachse.

- Man sollte eine entsprechende Halle haben um das Teil auch entsprechend unterstellen zu können (tägliche Sonne, Regen, Wind und Schnee hat der mit viel Liebe ausgebaute Wagen nicht so gerne).

- Als Drittes müssen auch die Finanzen stimmen (alleine mit dem Kaufpreis ist es noch nicht getan. Man muss den Wagen versichern, man muss Verkehrssteuer abgelten und irgendwann muss er auch wieder mal in den Service oder die MFK will etwas von einem...)

Zuhause angekommen

Küchenteil rechts mit Waschbecken

Küchenteil links mit viel Ablageflächen

Rückfahrkamera unauffällig

Ein Detail unter vielen: Konsole im Fahrerhaus

Jetzt ist er an einen anderen Besitzer über gegangen.

5. Sep, 2018

V E R K A U F T ! !

Es ging alles sehr schnell. Kaufinteressent gekommen, er ist selbst gefahren und er ist sehr gut gefahren. Dann hat er Geld überwiesen und bereits wenige Tage danach GMC abgeholt. Ich hatte schon eine Träne im Auge...
Der neue Besitzer will schon in einer Woche mit dem Wagen über den Flüela, Furka und Oberalp.

14. Aug, 2018

Interessenten sind vorhanden

Nun berichte ich von der grössten 4 x 4 Messe der Welt in Bad Kissingen. Wir (zum Glück habe ich Turi, ein alter Kumpel - er hat ebenfalls einen GMC - dafür begeistern können mitzukommen) sind am Mittwoch früh um 05.45 Uhr in Giebenach weggefahren. In Pratteln auf die Autobahn und über die Nordtangente durch Basel in Hüningen nach Frankreich eingefahren. Die wunderschöne Landstrasse westlich des Rheins bis nach Strassburg hochgefahren. Mitten durch Strassburg und dann nach Deutschland. Plötzlich sind wir auf der Aurobahn. Weil nicht sehr viel Verkehr geherrscht hat, sind wir darauf geblieben. Ueber Karlsruhe, Sinsheim, Würzburg, haben wir gegen Abend dann Bad Kissingen erreicht. Dank der konsequenten Ablösung von Turi und mir konnten wir relativ schnell fahren, auch im Baustellenbereich (40 km Autobahnbaustelle in Höhe Würzburg). Schlussendlich in Bad Kissingen mitten im Lager der Schweizer den Wagen hingestellt und wir hatten auf Anhieb "Familienanschluss" mit den anderen Schweizer Weltenbummlern. Da hatte es riesengrosse Trucks 6 x 6 mit 20 Fuss Containern installiert und allen Schikanen verbaut. Aber unter einer halben Million fast nichts zu bekommen. Unser GMC war ein "Eyecatcher" sondergleichen. Die Besucher kamen bereits um 8 Uhr um den GMC zu fotografieren. Die Leute hatten alle nur positive Worte. Und Interessenten gab es einige. Aber es ist halt schon so, was ich immer gesagt habe: Es müssen drei Kriterien erfüllt sein, wenn man sich dafür entscheidet. 1. Man muss den GMC fahren dürfen (bis 7,5 Tonnen), 2. Man sollte eine entsprechende Einstellhalle haben und 3. Das nötige Kleingeld muss auch noch vorhanden sein. Für 30'000 Euro (man weiss, ich habe bei 120'000 aufgehört zu zählen), ist dies ein wahres Schnäppchen.
Aber eben, die drei Kriterien konnte (oder wollte) bis jetzt niemand erfüllen.
Schlussendlich sind wir am Samstag wieder nach Basel gefahren, nicht ohne vorher in Sinsheim noch einen Besucherstopp beim Technikmuseum einzulegen.
Am Sonntagmorgen in der früh sind wir dann glücklich, zufrieden und müde in der Schweiz angekommen.
Und nochmals: Wenn jemand Interesse hat, das Fahrzeug zu übernehmen (ich war am letzten Sonntag mit einem Interessenten auch Chemnitz mit dem GMC auf Probefahrt), ich bin immer bereit, den Wagen zu zeigen und darüber zu diskutieren. Zum Beispiel als Eventfahrzeug oder als Blickfang. Meine Telefonnummer lautet:
0041 79 650 93 94.

20. Mai, 2018

Alles ist nun wieder perfekt

Es ist wie ein Wunder: Der GMC läuft wie ein Schweizer Uhrwerk! Es ist nur eine einzige Freude! Ich bin nun am Vorbereiten für die Fahrt an die grösste 4 x 4 Messe in Bad Kissingen am 30. Mai 2018. Diese Messe oder Ausstellung wurde mir von verschiedenen Seiten empfohlen. Nun werde ich die etwa 500 km unter die Räder nehmen. Hoffentlich läuft alles "rund".

9. Apr, 2018

Jetzt werden die Bremsen revidiert

Die Bremsen haben etwas nachgelassen in seiner Wirkung. Aus diesem Grund werden diese im Laufe dieses Monats auseinander genommen, eingestellt, neue Bremsflüssigkeit eingefüllt, entlüftet und schon ist (hoffentlich) alles wieder Betriebsbereit.

8. Apr, 2018

Jetzt gilt es Ernst!

Wie im Blog unter 1. September geschrieben, biete ich hier meinen GMC weit UNTER WERT an!
Die einzigartige Geschichte welche dokumentiert ist, hier ein kleiner Auszug daraus:
- 1943 in den USA hergestellt
- 1944 im Zuge des D-Day (6.6.44) an der Normandieküste mit den Alliierten als Truppentransporter gelandet
- 1947 im Zuge der Aktion "Surplus" von der Schweizer Armee übernommen
- 1949/1951 wurden 10 dieser Fahrzeuge von den K+W Thun umgebaut
- Diese 10 GMC-Spezialfahrzeuge wurden an Stabs Kp abgegeben
- Mit CH-Militärkennzeichen M+80'000 wurde dieses Fahrzeug bis 1985 als Kommandofahrzeug in der Armee eingesetzt
- Dann kam es in eine Militärfahrzeugsammlung/Museum wo es 27 Jahre stand
- 2013 dann eine professionelle und gründliche Restauration innen und aussen
- von mir dann nochmals aufwendig mit vielen Arbeitsstunden und hohen Investitionen für die USA-Reise aufgewertet
- Von diesen ursprünglich 10 K+W-Fahrzeugen ist wissentlich NUR noch DIESES Exemplar vorhanden! Also eine echte Rarität.
Der Wagen hat mich auf allen meinen Reisen nie im Stich gelassen! Er läuft wie ein Schweizer Uhrwerk. Er hat den Veteraneneintrag (als Wohnmobil eingetragen) mit total 8 Personen (2 vorne, 6 hinten).
Es sind viele hochwertige Komponenten verbaut. Zum Beispiel Büttner Elektronik, Webasto-Motorenstandheizung, 525Ah Gel-Batterien, Qualitäts-Solarzellen 500 Watt, 3 KW Generator mit Elektroanlasser, Kompressor-Kühlschrank, etc., etc.
Der Aufbau hat sich in Kanada bei Aussentemperaturen von - 10° bewährt. Innen war es über 20° warm.
Es existiert eine Expertise die besagt, dass der Wert des Fahrzeuges 120'000 CHF beträgt. Der Zustand gemäss Expertise: 1+.
Preisvorstellung: extrem verhandelbar! Sich bei mir melden und dann anschauen, sich bezaubern lassen, den GMC auch fahren. Er ist eingelöst, eine Nummer dran und ich fahre regelmässig mal irgendwohin...
Meine Telefonnummer lautet: 0041 (0) 79 650 93 94.

In Hamburg am 7.6. um 10.00 Uhr: nach dem Aufladen und Verzurren der Ladung (GMC) fahren wir nonstop nach Basel und dann Schwarzhäusern. Wir schaffen es, um 21.00 Uhr in Weil am Rhein über die Landesgrenze!

Man sieht hier das trostlose Wetter

Freitag, 1.9.: Lieber Leser/Liebe Leserin! Nun melde ich mich wieder hier. Der Grund ist, dass ich den GMC lieben und hassen gelernt habe. Es ist also sozusagen eine "Hassliebe". Auf der einen Seite hat er mir vor allem auch in Situationen wo das Wetter wirklich übel war (vor allem in Kanada) ein trockenes und warmes "Dach über der Kopf" geboten. Wir hatten ja bei minus 10 ° Aussentemperatur im Wohnraum angenehme 21 ° Celsius. Und auf der ander3en Seite möchte ich mich ungern von dem Wagen trennen, sollte es aber machen, da der Platz in meiner Halle langsam an die Grenzen kommt. Deshalb möchte ich ihn wirklich verkaufen. Ich war ja schon im Sommer, kurz nachdem der Wagen von Hamburg in die Schweiz überführt wurde, in Sumiswald an einem Militärfahrzeugtreffen um den Wagen "an den Mann" zu bringen. Das Interesse in diesen Kreisen ist verhalten. Zwei Wochen später war ich dann für zwei Tage in Full/Reuenthal, am internationalen Militärtreffen. Auch da hielt sich das Interresse in Grenzen. Inserate in der "Tierwelt" und im "Last & Kraft", Zeitschriften die eigentlich Leser aus diesem "Dunstkreis" haben, hat auch nichts gebracht. Dann wollte ich dieses Wochenende vom 31.8. bis 4.9. ans "Fernreisemobiltreffen" fahren, auch bekannt unter Willy's Treff. Etwas vom Grössten in unseren Breitengraden. Nur wollte niemand mitkommen. Und die ziemlich beschwerliche Reise (über 400 km auf Nebenstrassen durch Frankreich und über 4'500 Höhenmetern - für einen Weg - zwischen Strassburg und Saarbrücken sind ziemliche Berge die sich erheben, die überwunden werden müssen. So wie ich die Nachrichten höre von Texas in den USA kann ich glaube ich von Glück sprechen, nicht mehr in den USA zu sein. Denn exakt, nach Plan würen wir jetzt irgendwo in diesem Gebiet. NUN, ICH WERDE IN DEN NÄCHSTEN TAGEN MEINEN GMC HIER ZUM VERKAUF ANBIETEN! Y coming soon...

Dienstag, 6.6.: Ich konnte Dani (ein guter Freund) überzeugen, dass er mit seinem Tiefgänger-Sattelschlepper mit mir nach Hamburg fährt, um den GMC dort abzuholen. Da wir beide uns mit fahren ablösen, können wir am 6.6. frühmorgens um 05.15 Uhr in Schwarzhäusern abfahren, sodass wir am Abend des 6.6. (übrigens D-Day!!) im Hafen Hamburg angekommen sind. Da ich Hamburg ja mittlerweile recht gut kenne, habe ich mit Dani im Portugiesen-Viertel bei Panthera ein echtes Chorizo gegessen (gemäss Aussage des Wirtes: Essen bis der Arzt kommt...). Danach waren wir noch bei Loris in der Museum-Bar (was ich nur empfehlen kann - mit Gruss von mir bist du bei Loris ein sehr willkommener Gast - Insider-Tipp) bis nach Mitternacht gewesen. Dann mit Taxi zum Hafen und am nächsten Tag , 7.6. um 07.00 Uhr beim Spediteur, den GMC abgeholt. Nachdem der Zoll noch einen Augenschein im Wohnaufbau genommen hat, konnten wir den GMC auf dem Tiefgänger von Dani festzurren. Um Punkt 10.00 Uhr haben wir dann den Hafen Hamburg in Richtung Süden (Basel) verlassen.

Dani hat dann gemäss GPS in seinem LKW bemerkt, dass es eng werden könnte, wenn wir noch Mittagessen oder sonst einen Halt einlegen. Denn in der Schweiz wird das Zollhaus um 21.00 Uhr geschlossen und bis 22.00 Uhr darf man in der Schweiz fahren. Also haben wir uns immer nach ca. 4 Stunden mit Fahren abgelöst und sind nonstop, mit einem Tankstopp, durchgefahren. In Frankfurt einen unfallbedinten Stau von ca. 15 Minuten und in Karlsruhe ebenfalls einen Stau wegen Baustelle von ca. 10 Minuten überstanden. Um Punkt 21.00 Uhr sind wir in Basel/Weil am Rhein über die Grenze gefahren.

Und nun kommt die grosse Ueberraschung!! Als ich den Wagen am Samstag in Hersberg ausräume, bemerke ich, dass diverse Sachen aus dem Wagen entwendet wurden. Ich kann mir nicht erklären wo, dass dies geschehen ist, aber es ist passiert. Entweder in Halifax im Hafengebiet (da stand er doch immerhin 10 Tage um auf den Frachter zu warten). Oder wurde das Auto auf dem Frachter selbst aufgebrochen? Oder etwa im Hafen Hamburg? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass einiges an Material und persönlichen Effekten unwiederbringlich gestohlen wurden.

Mittwoch, 24.5.: Nun habe von der Reederei die Mitteilung erhalten, dass der GMC am 18.5. (nicht wie vorgesehen am 16.5.) Halifax mit dem Frachter Atlantic Sea verlassen hat in Richtung Hamburg. Der Frachter kommt voraussichtlich am 31.5. in Hamburg an, sodass man theoretisch am 2.6. den GMC im Hafen von Hamburg abholen könnte. Nur, die Hinreise hat es gezeigt: es ist nicht garantiert, dass am 2.6. der GMC wirklich abgeholt werden kann. Deshalb habe ich nun vor, mit einem guten Freund der einen Tiefänger-Sattelschlepper hat, leer nach Hamburg zu fahren um den GMC dort abzuholen und in die Schweiz zurück zu bringen. Zeitplan: unmittelbar nach Pfingsten - am 6.6. (D-Day!!!) frühmorgens nach Hamburg 12 Stunden Fahrt - übernachten - am 7.6. frühmorgens die GMC-Papiere beim Spediteur organisieren und dann verladen und zurück in die Schweiz. Da wir beide (mein guter Freund und ich) eine Fahrerlizenz besitzen, können wir uns locker beim fahren ablösen. So ist es zu schaffen, innert 48 Stunden hin und zurück zu fahren. Weitere Infos dann kurzfristig...

Freitag, 12.5.: Vorläufig - bis Ende Mai - letzter Eintrag. Ich bin gesund nach Frust in London Heathrow wo sie mich am Zoll total auseinandergenommen und Utensilien weggenommen haben (am Check in Halifax hat dies niemand interessiert), wieder in der Schweiz angekommen. Meine Tocher Caroline hat mich mit ihren beiden Kindern, sowie meinem Schwiegersohn James und seinem Sohn (James wurde vor einer Woche zum zweiten Mal Vater) am Flughafen in Zürich mit dem Zug abgeholt. Ende Mai werde ich nochmals nach Hamburg fahren, um dann den GMC dort abzuholen. Darüber berichte ich dann zum letzten Mal. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei wirklich ALLEN die diese Zeilen bis jetzt verfolgt haben und mir auch ausserhalb der Webpage Tipps und moralische Unterstützung geleistet haben ganz herzlich danken! Es war eine grosse Erfahrung und ich bin mit einem riesigen Rucksack an Erinnerungen (die Negativen habe ich auf der anderen Seite des Teichs gelassen - da soll sich der Donald T. darum kümmern) in die Schweiz zurück gekommen. Gerne erzähle ich davon, bei Gelegenheit.

Sonntag, 7.5.: Nun warten wir bei ununterbrochenem Regen auf Dienstag, dass wir zum Spediteur fahren können um die Papiere für die Ueberfahrt zu bereinigen. Seit gestern früh regnet es so heftig, dass zum Teil die Wege "unterwasser" sind. Heftiger Regen ist bis Ende nächster Woche prognostiziert! Na dann Prost!

Noch als positive Ergänzung: Am 2.5. treffen wir hier am KOA Campground Manfred und Ina, ein Ehepaar aus Mainz, die mit einem Toyota für zwei Jahre unterwegs sein werden. Sie haben vor, erst Neufundland, Kanada/USA und bis nach Feuerland runter zu fahren. Sie haben alles zu Hause verkauft (Haus etc.). Tolle, unkomplizierte Leute! Wir wünschen Ihnen eine unfallfreie Fahrt und lles Gute!

Donnerstag, 4.5.: Liebe lesende Leute! Jetzt sind wir auf der letzten Etappe angelangt: KOA-Campground (der einzige der ab 1. Mai offen hat) ca. 35 km nordwestlich von Halifax. Der Campingplatz hier hatte am 1. Mai noch kein WiFi, aber jetzt ist dies auch eingerichtet und ich kann kommunizieren. Da warten wir nun auf kommenden Dienstag, bis wir den GMC bei der Spedition am Hafen von Halifax abliefern und die Papiere bereitmachen können. Eine Geschichte muss ich euch noch erzählen! Es war am 1. Mai, als wir von Lunenburg zu diesem KOA-Campground gefahren sind. Gute 100 km Wegstrecke. Es war den ganzen Tag dichter Nebel (Sicht ca. 100 Meter), Nieselregen und unfreundlich. Ich fahre auf einer Schnellstrasse, doppelt geführte Fahrstreifen, getrennt durch eine doppelte gelb ausgezogene Linie. Es geht leicht bergauf, der GMC fällt auf ca. 43 km/h zusammen. Ich habe immer den linken Rückspiegel im Auge vorallem wenn wir eine fahrende Schikane sind (am Berg sowieso). Plötzlich sehe ich, wie ein Monstertruck mir fast hinten rein donnert, aber ausweichen kann, indem er mich überholt mit sicherlich doppelter Geschwindigkeit wie wir. Aber auf der Ueberholspur ist bereits ein PW. Dieser PW kann nur noch flüchten, indem er über die doppelte Sicherheitslinie auf die Gegenfahrbahn fährt. Nicht auszudenken, wenn es Gegenverkehr gehabt hätte. Dann hätten wir uns sehr verantwotlich gefühlt, weil dann wäre ein Megacrash unauswichlich gewesen. Und die schlechte Sicht ist erschwerend dazugekommen. Mir läuft es noch jetzt kalt den Rücken runter, wenn ich daran denke! Noch etwas muss ich berichten: Ich habe im Vorfeld alles erdenkliche unternommen. Zum Beispiel habe ich beim CAA (Canadischer Automobilclub) vorgesprochen, damit wir in Falle einer Panne Hilfe erhalten werden. In Anbetracht der Historie des Fahrzeuges hat die nette Frau in Halifax bei CAA von ihrem Chef die Erlaubnis erhalten, dass sie uns versichern darf. Das habe es noch nie gegeben, dass ein Ausländer bei CAA verscihert wurde (und dann gleich noch für schwere Fahrzeuge). Wir hätten in den kommenden 6 Monaten 5 Mal eine Panne erleiden können, ob in Kanada oder USA ist egal. Das alles haben wir nun zum Glück nicht in Anspruch nehmen müssen. Was ich damit sagen will: Ich habe an wirklich alles gedacht (auch die technische Ausrüstung am Aufbau ist meist doppelt abgesichert). Nur, dass uns der Verkehr auf den Strassen einen Strich durch die Rechnung macht, daran hat wirklich niemand gedacht. Wir haben ganz kleine Nebenstrassen gewählt: Vergessen! Diese sind zum grossen Teil dermassen schlecht vom Strassenbelag her, dass ich vielfach ganz in der Mitte oder sogar auf der linken Fahrbahn fahren musste, um den zum Teil kopfgrossen Frostschäden auszuweichen. Dies dann im dritten Gang mit ca. 30 km/h. Und eben, wie bereits geschrieben, auf "normalen" Verbindungsstrassen sind wir immer ein Verkehrshindernis. Erlaubt sind da 80 km/h und alle fahren 80, nur wir fahren dann ca. 50 km/h. Da kannst du dir vorstellen, was hinter einem los ist. Deshalb nochmals: so leid es mir tut, der Entscheid, hier abzubrechen, ist nüchtern betrachtet völlig richtig!!

Sonntag, 23.4.: Nach zwei Tagen mehr oder weniger non-stop Durchfahrt, haben wir heuten endlich wieder die Kanadische Grenze bei Calais erreicht. Zwei Zollbeamten haben unseren GMC ziemlich auseinendergenommen. Wir durften nur von weitem her zusehen. Schaut noch die neuen Filmsequenzen an, die ich heute eingestellt habe!! Morgen ist die Fähre Saint John nach Digby angesagt.

Freitag, 21.4.: GMC bei Greeley's Garage in Auburn "auf Vordermann" gebracht. Alles OK mit der Vorderachse. Kein Oelverlust. Nun treten wir die Rückreise nach Halifax an. Das sind immerhin 1'000 km. Damit wir nicht zu sehr zu einer "fahrenden Schikane" werden, wählen wir die Küstenstrasse von Auburne nach der Stadt Brunswick. Dann über Ellisworth nach Machias und weiter zur Grenze Calais/St. Stephen. Dazu nehmen wir uns etwa 5 Tage Zeit.

Donnerstag, 20.4.: Liebe Bekannte, Verwandte und Freunde! Nun ist es beschlossene Sache. Wir werden definitiv die Reise Abbrechen!! Es bricht mir fast das Herz und ich bin untröstlich, auch dass ich euch allen nicht mehr berichten kann! Aber das Schlimmste ist, dass nun das Abenteuer "USA" jäh zu Ende geht. Trotzdem waren wir gestern und vorgestern an den Niagarafällen (mit einem Mietwagen ohne km-Beschränkung)! Bereits über 1'700 km abgespult damit. Heute von Niagara Falls nach Auburn gefahren - ziemlich genau 1'000 km. Nun werden wir die Vorderachse auseinandernehmen und schauen, was man machen kann. Wir möchten auf eigenen Reifen zurückfahren nach Halifax. Ich berichte weiter.

Montag, 17.4.: Die geplante Reise ist nun zum Scheitern verurteilt! Es war ein grosser Traum, den ich verwirklichen wollte. Im Vorfeld habe ich alles zu sehr durch eine rosarote Brille und zu euphorisch betrachtet. Obwohl alles seriös vorbereitet, sind die Würfel nun gefallen. Wir werden nächste Woche die ganze Uebung beenden! Es gibt mehrere Gründe dafür. Auf die werde ich gleich zu sprechen kommen. Klar ist, dass der Aufbau zu 100 % perfekt ist. Darin kann man wohnen ohne Einschränkungen. Aber der Unterbau (sprich GMC) ist nicht die glückliche Wahl. Warum? Weil wir auf den "normalen" Strassen (bei uns einspurige Kantonsstrassen) ein grosses Verkehrshindernis darstellen. Wenn es nur ein bisschen bergauf geht, müssen wir zurückschalten, zum Teil bis in den 2. Gang. Und dann fahren wir noch genau 9 km/h schnell. Dann schaust du in den Rückspiegel und eine riesenlange Kolonne siehst du im Rückspiegel. Darunter auch Trucks, die diech fast schieben wollen. Ausweichen kannst du nicht, weil die Strasse in aller Regel auf der Seite wirklich fertig und unbefestigt ist. Und auf der Highway fahren wir dann im besten Fall mit 60 km/h, wir müssten aber 72 km/h als Mindestgeschwindigkeit machen. Und dann blochen die 70 Tönner mit 120 km/h (!!) an dir vorbei, dass es dich fast von der Highway pustet. Und je mehr wir in den Süden kommen, desto brutaler geht es auf den Strassen zu und her. Zudem haben wir bemerkt, dass die Vorderachse Oel verliert. Das wollen wir nun untersuchen lassen, bei Greeley's Garage, Auburn, Maine. Dann möchten wir auf eigenen Rädern wieder zurück fahren, zwar langsam um das Auto zu schonen, aber Ziel ist Halifax. Dies sind zwar weit über 1'000 km auf kleinen Landstrassen, evtl. an der Küste entlang, aber das müssen wir schaffen. Die Alternative wäre gewesen, mit dem ersten Fährkurs der geht (allerdings erst am 31.5.) von Portland, Maine nach Yarmouth, Halbinsel Halifax. Von dort hätten wir "nur" noch 300 km bis Halifax. Aber sooo lange möchten wir nicht warten in Portland. Deshalb glaube ich, unser Entscheid, die Reise nun abzubrechen ist vernünftig. Wir sind nun mit einem günstigen Mietwagen an die Niagara-Fälle gefahren, damit wir halt noch mindestens "etwas" mitnehmen können. Aktuelle Fotos und Filme sind ersichtlich.

16.4.: Endlich wieder ein Lebenszeichen von mir (uns). Wir sind nun unterwegs zu den Niagara Falls. Mal schauen, wie es weiter geht. 

9.4.: Gestern über eine kleine Grenzstation mitten in der Ortschaft Calais (im Staate Main) in die USA rein gekommen. Das übliche Prozedere, Finderabdrücke nehmen, Foto machen und die immer gleichen Fragen. Die Zollbeamten hatten eine Riesenfreude an unserem Fahrzeug.  Dann in Machias getankt und ein eingeklemmtes gegessen. Vor Cherryfield dann drei Typen gefragt, ob sie wissen, wo man übernachten könne, da die Campgrounds noch alle geschlossen hätten. Die haben ein paar Telefonate gemacht und uns dann vorausbegleitet, etwa 5 Miles zu einem stillgelegten Restaurant. Sie sagten, dass alles OK sei, sie hätten mit dem Besitzer, "Cherry" gesprochen. Dann, es war bereits Nacht und ca. 9 Uhr, hat jemand an die Tür geklopft. Ich war bereits im Bett und wollte schlafen. Susi hat mich verstört geweckt und gesagt ich solle aufpassen, sie mache jetzt die Türe auf. OK, ich war bereit. Türe auf und der Sheriff steht in voller Montur vor der Tür. Mit dem bekannten "Pfadfinderhut". Er wollte uns zurechtweisen, dass es nicht erlauft sei, hier zu übernachten. Susi hat ihn dann aufgeklärt, dass wir vom Besitzer die Erlaubnis erhalten haben. Er hat dann noch Susis Pass kontrolliert. Die haben in den USA eine Riesenangst vor illegalen Einwanderern. Er meinte, vielleicht wären wir auch solche. Nun nach beschwerlicher Fahrt (immer Bergauf - mit ca. 7.5 km und Bergab) in Augusta angekommen. Ich bin Nuudlefertig. Den Vorderradantrieb habe ich am Morgen früh, Motor lief noch nicht, butterweich rausnehmen können. Nun ist das Fahren auch einiges angenehmer. Aber ein heftiger Wind und noch sehr viele Seen sind total zugefroren. Ich nuss nun feststellen: Wir sind einen Monat zu früh hier, denn alles ist noch geschlossen (Campgrounds, Nationalparks und auch Visitors Informations) wick angekommen. Auf dem Parkplatz vor Burger King übernachtet. Nun im Burger King auf free WiFi. Im Moment lädt der PC 55 EMails runter aber alles in Super-Slow-Motion! Schwere Stürme die ganze Nacht und geregnet ist nur der Vorname. Gestern mehrmals gehört der Ausspruch "Welcome to Canada", weil dies hier offenbar normal ist. Wir finden es schrecklich, vor allem die starken Winde und der starke Regen machen uns zu schaffen. Und am GMC vermute ich, dass der Vorderradantrieb zugeschaltet wurde auf der Fähre. Und ich bekomme den nicht mehr raus. Wir haben schon alles erdenkliche probiert. Am Frischwassertank ist der Anschluss abgebrochen, aber den konnten wir in Eigenregie wieder montieren, nachdem wir im Baumarkt ein entsprechendes Schläuchlein gekauft haben. Ich hoffe, wir kommen heute über die Grenze zu den USA. Wir haben da schon die gröbsten Räubergeschichten gehört. Ich kann im Moment keine Fotos hochladen, da das WiFi hier im Burger King fast keine Datenübertagung zulässt.

3.4.: Liebe Freunde, Kollegen und Verwandte! Es freut mich besonders, dass bis jetzt schon über 2'200 Mal diese Webpage angeklickt wurde, obwohl wir bis jetzt noch keinen einzigen Kilometer "auf dem neuen Kontinent" gefahren haben. Aber morgen geht es los! Wir haben heute beim Spediteur unsere Papiere abgeholt, beim Zoll gestempelt und nun können wir morgen früh den GMC am Hafen holen. Dann den Mietwagen zurück bringen. Das Ziel ist, bis Donnerstag, 5.4., 11.00 Uhr die Fähre in Digby für die Ueberfahrt nach Saint Johnes zu erreichen. Voraussichtlich ist dies nun der letzte Eintrag, für die nächsten Tage. Da wir nun im Hotel auschecken und dann kein WiFi mehr zur Verfügung steht. See you soon!

2.4.: Wir sind am "Zeit vernichten". Dazu sind wir heute nach Fishermans Cove gefahren. Aber alles ist noch zu, da die Saison noch nicht angefangen hat. Trotzdem haben wir ein kleines Café gefunden, mit drei Tischen darin. Der Kaffee hat da lediglich 1.80 Dollar gekostet. Dann auf dem Holzsteg eine Runde gedreht (ca. 20 Minuten). So geht die Zeit um. Wetter ist widerlich! Aber auch die Kanadier sagen, dass es um diese Zeit viel schöner und wärer ist (im Normalfall). Zufälligerweise haben wir einen Voll-Ro/Ro-Frachter gesehen, der alles neue Autos aus Europa nach Kanada gebracht hat. Tausende neuer Porsches, Ford's, Toyotas etc. Dann kommen die hier in dreistöckige geschlossene Eisenbahnwaggons und werden im Kontinent verteilt.

Fisherman's Cove, Fussweg

von weitem das Ro/Ro-Schiff

Ro/Ro-Schiff. Ein schwimmendes riesiges Parkhaus

tausende Autos, alle neu

dreistöckige Eisenbahnwaggons

Niagara Falls

Mit der Maid of Mist fährt man von der USA-Seite direkt in die Gischt des Wasserfalls.